Archive for März, 2016

Stellungnahme zum Positionspapier der Evangelischen Kirche im Rheinland „Weggemeinschaft und Zeugnis im Dialog mit Muslimen“

Das Positionspapier der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) mit dem Titel „Weggemeinschaft und Zeugnis im Dialog mit Muslimen“ spricht drei wichtige Begriffe an: eben „Dialog“, „Zeugnis“ und „Weggemeinschaft“.

In Deutschland (ebenso wie in den meisten anderen europäischen und auch manchen aussereuropäischen Ländern) besteht heute eine multikulturelle und multireligiöse Gesellschaft. Dies ist begrüssenswert und eine Bereicherung.
Es ist selbstverständlich, dass eine „Weggemeinschaft“ der einzelnen gesellschaftlichen Gruppen und ihrer Menschen nicht nur sinnvoll, sondern notwendig ist, damit die Gesamt-Gesellschaft funktioniert und gemeinsames Leben möglich ist. So etwa beim Einsatz für würdige Lebensbedingungen, für Gerechtigkeit und Solidarität, oder gegen Extremismus. Hier sind Aufgaben, die in der jeweils dort vertretenen Sache ohne Beachtung der Weltanschauung und Religion geschehen müssen. Ebenso ist der Respekt jedem Menschen gegenüber, auch dies ohne Beachtung von Weltanschauung und Religion, Wille und Auftrag Gottes – wie es in dem Positionspapier ja auch deutlich wird.

Dies kann aber nun keinesfalls eine „Weggenossenschaft der missio dei“ bedeuten, die die „Bedeutung Jesu als Erlöser“ und „Mohammed als ‚Siegel der Propheten'“ verbindet und auf eine Ebene stellt. Zumindest der Eindruck einer solchen Option im Positionspapier ist aber schwer zu vermeiden.
Auch dort, wo Christinnen und Christen mit Menschen anderer Weltanschauung oder Religion, explizit auch mit Muslimen, in gesellschaftlichen Fragen zusammenarbeiten (und dies auch sollen), ist es christliche Aufgabe, unzweideutig auf die einzigartige Bedeutung Jesu als Erlöser in dieser Welt und der Ewigkeit hinzuweisen, und zu dieser Glaubensaussage zu stehen.
Dass dies in Wertschätzung anderer Personen und ‚auf Augenhöhe‘ geschehen muss, sollte selbstverständlich sein.

Zum „Dialog“ gehört auch das Recht, ja sogar die Pflicht, klar für seine eigene Meinung einzustehen. Nicht zuletzt, oder sogar ganz besonders, in existentiellen Fragen. Und die existentiellste Frage ist nun einmal die der Beziehung zu Gott.

Für Christinnen und Christen ist die Erfahrung und Erkenntnis, dass sich Gott in Jesus, dem Christus, in einzigartiger Form geoffenbart hat, Grundlage ihres Lebens. Die Erkenntnis, dass Gott allen Menschen in Jesus Christus Erlösung und Überwindung der menschlichen ‚Fragmentarität‘ schenken will (man kann hier auch ‚Sünde‘ sagen – die Fragemtarität bzw. Sündhaftigkeit ist ja auch heute noch das Grundleiden der Menschen, auch wenn Viele dies so nicht sehen oder formulieren würden).

Und die Erkenntnis, dass diese Offenbarung für alle Menschen gilt, egal welchen kulturellen (oder religiösen) Hintergrunds. Christlicher Glaube ist eben nicht eine religiöse Form; er ist auch nicht Humanismus; er ist die ‚personenhafte Beziehung‘ zu Gott, deren Weg nach biblischer Aussage nur mit und durch Jesus Christus geschieht (Johannes 14,6).

Dies muss immer „Zeugnis“ von Christinnen und Christen sein, klar und unzweideutig. In jedem Dialog mit Menschen, die diese Erkenntnis (noch) nicht haben. Natürlich in Wort UND Tat, Beides gehört untrennbar zusammen.
Menschen, die die durch christliches Tun konkretisierte Liebe Gottes erfahren, sollen aber auch wissen, dass diese Liebe ein Abbild und Ausfluss der Liebe ist, die Gott in Jesus Christus und seinem stellvertretenden Tod am Kreuz schenkt.

„Mission“ ist nun in der Tat ein Wort, das heute – auf Grund unbestreitbarer schlimmer Entwicklungen in der Geschichte des Christentums – missverständlich sein kann. Auch der Begriff „Missionsbefehl“ kann heute so wohl nicht mehr gebraucht werden. Ich bevorzuge für das, was Jesus seinen Nachfolgern laut Matthäus 28, 18-20, aufträgt, den Ausdruck „Missionsauftrag“. Im Sinne der Formulierung Sören Kierkegaards, der Mission als „Aufmerksam machen auf den Glauben“ definiert.

Wenn Jesus Christus seine Nachfolger im Missionsauftrag aufruft, die Menschen aller Völker zu seinen Jüngern zu machen (und zu taufen), dann ist dies eben etwas Anderes, als sie als „Schüler“ zu sehen und anzunehmen, wie das Positionspapier es sagt. Die Botschaft Jesu ist keine Philosophie, sondern, wie schon gesagt, Weg zu einer ‚personenhaften Beziehung‘ mit Gott.
Daher muss es Wunsch und Ziel von Christinnen und Christen sein, dass Andere, auch Muslime, Jesus Christus als ihren Heiland und Erlöser erkennen und annehmen. Und dies nennt man jedenfalls in traditioneller Begrifflichkeit „Bekehrung“.

Ob man dieses unabdingbare „Aufmerksam Machen auf den Glauben“ als „strategische Mission“ bezeichnet, ist sicherlich eine Frage der Definition. Ich würde es so sicherlich nicht formulieren. Wer den Missionsauftrag ernst nimmt, sieht die Menschen, denen gegenüber er oder sie diesen Auftrag erfüllt, eben nicht als „Objekte“ von Mission, sondern als von Gott geliebte Menschen, denen er diese Liebe weitergibt und nahebringt.
Das gilt auch für die Flüchtlinge, die in diesen Zeiten in grosser Zahl nach Deutschland und Westeuropa kommen. Christinnen und Christen haben die Aufgabe, ihnen durch Taten der Nächstenliebe zu helfen. Gott sei Dank geschieht das in starken Maße. Zu dieser Liebe den Flüchtlingen gegenüber gehört aber auch, sie auf Jesus Christus, den Heiland der Welt, aufmerksam zu machen.

Michael Voss, Präses Evangelische Allianz Niederrhein-Ruhr-Südems

März 18, 2016 at 9:45 pm 1 Kommentar

Christen helfen Flüchtlingen

Hier sind einige – aber ganz sicherlich nicht alle; viele Gemeinden und Einzelpersonensind aktiv im Einsatz für Flüchtlinge!! – evangelische Organisationen und Gemeinden aufgeführt, die sich in verschiedener Weise für Flüchtlinge einsetzen und entsprechend tätig sind.
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Wuppertaler Stadtmission, Heinrich-Böll-Strasse 188, 42277 Wuppertal
Telefon: 0202-501220, Fax, 0202-510147, Email: wsm@telebel.de
Verantwortlich: Renate Görler, Paul-Gerhardt Sinn
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Angebote:
An insgesamt drei Freitagvormittagen im Monat wird im Gemeindehaus, Heinrich-Böll-Strasse 188, von 09.00 – 11.00 Uhr eine offene Sprechstunde angeboten.
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Auch in der City-Kirche Barmen, Zwingistrasse 5, findet an zwei Vormittagen im Monat zwischen 10.00 und 11.30 Uhr eine offene Sprechstunde statt.
Im Mittelpunkt stehen die Beratung in Integrations- und Alltagsfragen, die Ausgabe von Lebensmittelgutscheinen und ein Angebot von gebrauchter Bekleidung (nur in der Kleiderkammer im Gemeindehaus). Je nach Bedarf Begleitung bei Behördengängen o.A. Bei Gelegenheit auch Vermittlung gebrauchter Möbel.
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Kleiderspenden können werktags zwischen 11.30 – 15.00 Uhr im Gemeindehaus, Heinrich-Böll-Strasse 188, abgegeben werden.
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Ab 01. 09. 2015 wird dienstags zwischen 10.00 – 11.30 Uhr im Gemeindehaus, Heinrich-Böll-Strasse 188 ein Sprachkurs angeboten.
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Dazu ab 14. 09. 2015 immer montags und donnerstags Sprachkurse: Kurs 1: 9.00 – 10.30 Uhr, Kurs 2: 10.30 – 12.00 Uhr.
Sprachkurs für alle mit Wupperpass im Gemeindehaus, Heinrich-Böll-Strasse 188, verantwortet durch die Erwachsenenbildung der Diakonie Wuppertal. Bitte anmelden unter 0202-47957612
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Ab Oktober 2015 wird vormittags ein Sprachkurs in der Diakoniekirche, Friedrichstrasse 1, angeboten. Tag und genaue Uhrzeit werden noch bekannt gegeben. Bei Interesse bitte melden unter 0202-9791434
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Um den Bedarf bei den Flüchtlingen und die konkreten Hilfsangebote zueinander zu bringen, vermittelt die Wuppertaler Stadtmission Patenschaften.Wer hier Interesse hat, kann sich unter 0202-500753 oder 0202-9791434 melden. Die Paten werden regelmäßig geschult und begleitet.
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Immer am 3. Mittwoch im Monat öffnet von 10.00 – 11.30 Uhr  im Gemeindehaus, Heinrich-Böll-Strasse 188, ein KulturCafé für Frauen aus den verschiedensten Kulturen. Begegnung, Austausch und gegenseitige Unterstützung stehen im Mittelpunkt.
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Diakonie Wuppertal, Ludwigstrasse 22, 42105 Wuppertal
Telefon: 0202-496970, Fax, 0202-453144, Email: alpay@migrationsdienst-wuppertal.de; loeffelhardt@migrationsdienst-wuppertal.de
Verantwortlich: Achim Pohlmann, Naciye Alpay, Katrin Löffelhardt
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Die Beratungsstelle bietet Asylsuchenden, Asylberechtigten, Konventionsflüchtlingen, De-facto-Flüchtlingen und Menschen ohne Aufenthaltstitel fachliche Unterstützung an. Schwerpunkte sind die Unterstützung traumatisierter Flüchtlinge bei der Aufarbeitung ihrer Erlebnisse und bei der Integration in die Aufnahmegesellschaft. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, ihren Vormündern und den betreuenden Jugendhilfeeinrichtungen.
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Zur Flüchtlingsberatung der Diakonie Wuppertal gehören Asylerstberatung vor einer Antragstellung, die Beratung im Asylverfahren, und die Fachberatung von Flüchtlingen nach der Dubliner Verordnung.
Weiterhin Familienzusammenführungen sowie die Beratung schwer traumatisierter Flüchtlinge. Ausserdem betreut die Flüchtlingsberatung illegale bzw. papierlose Flüchtlinge, deren medizinische und therapeutische Versorgung nicht gesichert ist.
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Ausserdem schult die Diakonie Wuppertal Paten für das „DO-it“-Projekt, die unbegleitete minderjährige
Flüchtlinge als Vormund betreuen.
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Beratungszeiten: Montag 10:00 – 12:00 Uhr, Dienstag 14:00 – 15:00 Uhr, Mittwoch 14:00 – 15:00 Uhr (und
nach Absprache)
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Im Wuppertaler Westen (Schwerpunkt Vohwinkel) ist die „Flüchtlingshilfe West“ aktiv, die sich vor allem zum Ziel gesetzt hat, in der ersten Zeit Hilfe zu leisten und Willkommenskultur zu leben:
Sprachkurse, Begleitung zu Ämtern, Hilfe mit Sachspenden und bei der Wohnungssuche, Sport, Fahrräder
usw.
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Die Freie evangelische Gemeinde Vohwinkel, Westring 74, bietet zweimal wöchentlich Sprachkurse an (dienstags 15.00 – 17.00 Uhr, freitags 10.00 – 11.30 Uhr. Darüber hinaus gibt es Kontaktpflege, Besuche etc.
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Auch die Evangelische Kirchengemeinde Vohwinkel engagiert sich für Flüchtlinge.
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Die Evangelische Kirchengemeinde Langerfeld arbeitet beim Engagement für Flüchtlinge (buchstäblich
naheliegenderweise) mit der Wuppertaler Stadtmission zusammen. Regelmässig trifft sich der „Arbeitskreis Flüchtlinge im Raum Langerfeld„. Die Evangelische Kirchengemeinde Langerfeld
selbst begleitet Flüchtlinge im Alltag, und stellt u. A. Sachspenden zur Verfügung.

März 17, 2016 at 7:36 pm Hinterlasse einen Kommentar

JAHR DER DANKBARKEIT

Vom 03. Oktober 2015 bis zum 31. Oktober 2016 findet bundesweit ein besonderes Projekt statt: Das „Jahr der Dankbarkeit„!
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Mit diesem Projekt soll erreicht werden, dass wir in unseren Kirchen und Gemeinden, in der Gesamtgesellschaft, und auch ganz persönlich, einen neuen Blick dafür erhalten, für wie viele Dinge wir dankbar sein können.
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Oft richtet sich der Blick ja eher auf das Negative, sei es in unseren individuellen Leben, sei es in der politischen und gesellschaftlichen Situation dieser Welt.
Und dies ist ja auch nicht immer wirklich unberechtigt.
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Dennoch: Gottes Welt ist in ihren Grundlagen gut – so wie Gott selbst gut ist.
Das „Jahr der Dankbarkeit“ will und soll hier einen ‚Perspektivwechsel‘ einleiten!
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Mit Aktionen in unseren Kirchen und Gemeinden, und mit Aktionen, die in die Gesellschaft hineinwirken, soll dies geschehen – auch in Wuppertal!!
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Warum nicht einmal ganz bewusst – auch als Kirche oder Gemeinde – Menschen danken, die helfen, unsere Welt in den Fugen zu halten? Mitarbeitende im Gesundheitswesen, in der Pflege, bei der Feuerwehr, der Polizei; ja, auch in Politik und Stadtverwaltung – und es gibt viele andere Gruppen, die hier in Frage kommen.
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Warum nicht in unserer Kirche, Gemeinde, Werk, Hauskreis usw. einmal ganz bewusst zusammentragen, wofür wir Alles dankbar sein können? Und dann auch danken – Gott und Menschen.
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Getragen wird das „Jahr der Dankbarkeit“ u. A. von der Deutschen Evangelischen Allianz, aber auch von vielen Kirchenbünden und Organisationen.
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Einige Stimmen zum „Jahr der Dankbarkeit“:
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Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, schreibt hierzu: “ ‚Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er Dir Gutes getan hat‘. In diesem Psalm, der mir persönlich sehr wertvoll ist, steckt alles, was zum Thema ‚Dankbarkeit‘ gegenüber Gott zu sagen ist. Es ist wichtig, sich immer wieder vor Augen zu führen, wofür wir alles danken können. Darum freue ich mich über die Aktion ‚Jahr der Dankbarkeit‚, die uns an den erinnert, der uns unser Leben geschenkt hat und uns durch alle Höhen und Tiefen führt und leitet.“
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Martin Gundlach, Redaktionsleiter im Bundes-Verlag: „Ich stelle mir unser Land so vor, dass an Tausenden von Orten kleine Leuchttürme der Dankbarkeit aufleuchten. Wenn dauerhaft in unserem Land mehr Zufriedenheit und weniger Nörgelei zu hören wäre; wenn aus der Dankbarkeit heraus Hilfe und Einsatz für Andere entstehen würde, im Kleinen und im Grossen, auch über Deutschland hinaus;  das würde mir gefallen.“

März 16, 2016 at 7:58 pm Hinterlasse einen Kommentar

Barriererfreier Gottesdienst in der Christuskirche

Nicht selten ist es für Menschen mit Mobilitäts-Problemen oder anderen Handicaps nur schwer möglich, zu Gottesdiensten zu kommen, da insbesondere bei alten Kirchengebäuden der Gottesdienstraum nur über Stufen oder Treppen zu erreichen ist.

Daher bietet die Christuskirche, Unterer Grifflenberg 65, jeden Montag (ausser in den Schulferien) um 15.30 Uhr einen barrierefreien Gottesdienst unter den Namen „Auftakt“ an. Über eine Rampe ist es z. B. auch Rollstuhl fahrenden Menschen durch die Holztür an der rechten Kirchenseite möglich, zum Gottesdienst zu kommen.

März 13, 2016 at 9:30 pm Hinterlasse einen Kommentar


Evangelische Allianz Wuppertal

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