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Gebetsabend für Freiheit und Einheit in Europa und Deutschland

Am Montag, 3. Oktober 2011, trafen sich in der Christuskirche in Wuppertal-Elberfeld Menschen aus landeskirchlichen, freikirchlichen und fremdsprachigen Gemeinden zu einem Gebetsabend der Evangelischen Allianz. Eingeladen war zu „Dank und Bitte für Freiheit und Einheit in Europa und Deutschland„.


Dieser Titel für den Gebetsabend war bewusst gewählt worden, um (deutsch-)nationale Anklänge zu vermeiden und den Blick weiter zu richten. Insbesondere stand die durch den Fall der Diktaturen im Ostblock gewonnene Freiheit der Menschen, die in den entsprechenden Ländern leben, im Fokus – gerade auch die Glaubensfreiheit.


Das Zusammenwachsen Europas – trotz aller Krisen -, und darin eingebunden das Zusammenfinden der beiden deutschen Staaten BRD und DDR, war Grund zu Dank, aber auch für Bitte um weiteres menschliches Zusammenwachsen.


Auch für eine intensivere Nutzung der gegebenen Möglichkeiten der Verkündigung wurde gebetet.


Christian Führer, der Initiator der Leipziger Montagsgebete und -demonstrationen, hatte ein Grußwort für den Gebetsabend geschickt.

Grußwort von Christian Führer:

Schon vor dem 9. Oktober 1989 haben wir gehört:
„Ihr denkt doch nicht, dass ihr mit Euren Kerzen und Gebeten was ändern könnt?“
Wir nicht. Aber JESUS, DESSEN GEIST uns erfasst und entzündet, DESSEN „Kraft in den Schwachen mächtig ist.“ (2. Kor. 12,9)
Und es wurde möglich, was unmöglich war…

Nehmen wir sie mit in unser Leben, diese einzigartige Erfahrung der Friedlichen Revolution von 1989, die aus der Kirche kam.
Das Wunder der Friedlichen Revolution, das Wunder der Einheit ohne Krieg und Sieg aber lassen wir uns weder klein reden noch runterjammern, sondern würdigen es, wie Bundestagspräsident  Norbert Lammert  am 9. Oktober 2010  in der Nikolaikirche formulierte, „mit stillem Stolz und lautem Dank“.

Wenn sich viele heute trotzdem wie in einem Irrgarten der Resignation und Mutlosigkeit vorkommen und sich mit dem pausenlosen Ablaufen der immer gleichen Wege bereits freudlos zufrieden gegeben oder depressiv abgefunden haben – denken wir daran:
Der Irrgarten ist oben offen!
Wir brauchen wieder den Aufblick!
Den Aufblick, um uns orientieren zu können!
Den Aufblick zu JESUS, dass wir nicht liegen bleiben und aufgeben.

„Steht auf und fürchtet euch nicht“, so klar und hoffnungsvoll kann es JESUS sagen
(Matth 17,7). Und wir bekommen Mut und Hoffnung, dass wir wieder stehen können, dass wir widerstehen können, wie am 9. Oktober 1989.

Wir haben die Gnade GOTTES in einzigartiger Weise erfahren trotz allem, was das „Volk der Dichter und Denker“ an entsetzlichen Gräueln im vorigen Jahrhundert der Welt angetan hat, besonders dem Volk, aus dem JESUS geboren ist.
Lasst uns diese Gnade nicht verspielen, sondern nach vorn gerichtet nutzen:
Wir sollten uns aus dem steten Jammerton lösen, das Dankenswerte achten und die Missstände bekämpfen.
Und wenn uns Bedenken kommen – und uns Deutschen kommen immer Bedenken , wir sehen immer zuerst das Haar in der Suppe, und wenn wir keins sehen, dann schütteln wir so lange den Kopf, bis eins hineinfällt – wenn uns Bedenken kommen, was wir sollen und können oder nicht, dann denken wir daran – Martin Niemöller hat es formuliert:
„Wir haben nicht zu fragen,
wie viel wir uns zutrauen;
sondern wir werden gefragt,
ob wir GOTTES Wort zutrauen,
dass es GOTTES Wort ist
und tut, was es sagt.“

Vertrauen wagen .
Damit wir leben, damit wir weiter leben können!
Amen     

September 20, 2011 at 9:15 am Hinterlasse einen Kommentar


Evangelische Allianz Wuppertal

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