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Stellungnahme zum Positionspapier der Evangelischen Kirche im Rheinland „Weggemeinschaft und Zeugnis im Dialog mit Muslimen“

Das Positionspapier der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) mit dem Titel „Weggemeinschaft und Zeugnis im Dialog mit Muslimen“ spricht drei wichtige Begriffe an: eben „Dialog“, „Zeugnis“ und „Weggemeinschaft“.

In Deutschland (ebenso wie in den meisten anderen europäischen und auch manchen aussereuropäischen Ländern) besteht heute eine multikulturelle und multireligiöse Gesellschaft. Dies ist begrüssenswert und eine Bereicherung.
Es ist selbstverständlich, dass eine „Weggemeinschaft“ der einzelnen gesellschaftlichen Gruppen und ihrer Menschen nicht nur sinnvoll, sondern notwendig ist, damit die Gesamt-Gesellschaft funktioniert und gemeinsames Leben möglich ist. So etwa beim Einsatz für würdige Lebensbedingungen, für Gerechtigkeit und Solidarität, oder gegen Extremismus. Hier sind Aufgaben, die in der jeweils dort vertretenen Sache ohne Beachtung der Weltanschauung und Religion geschehen müssen. Ebenso ist der Respekt jedem Menschen gegenüber, auch dies ohne Beachtung von Weltanschauung und Religion, Wille und Auftrag Gottes – wie es in dem Positionspapier ja auch deutlich wird.

Dies kann aber nun keinesfalls eine „Weggenossenschaft der missio dei“ bedeuten, die die „Bedeutung Jesu als Erlöser“ und „Mohammed als ‚Siegel der Propheten'“ verbindet und auf eine Ebene stellt. Zumindest der Eindruck einer solchen Option im Positionspapier ist aber schwer zu vermeiden.
Auch dort, wo Christinnen und Christen mit Menschen anderer Weltanschauung oder Religion, explizit auch mit Muslimen, in gesellschaftlichen Fragen zusammenarbeiten (und dies auch sollen), ist es christliche Aufgabe, unzweideutig auf die einzigartige Bedeutung Jesu als Erlöser in dieser Welt und der Ewigkeit hinzuweisen, und zu dieser Glaubensaussage zu stehen.
Dass dies in Wertschätzung anderer Personen und ‚auf Augenhöhe‘ geschehen muss, sollte selbstverständlich sein.

Zum „Dialog“ gehört auch das Recht, ja sogar die Pflicht, klar für seine eigene Meinung einzustehen. Nicht zuletzt, oder sogar ganz besonders, in existentiellen Fragen. Und die existentiellste Frage ist nun einmal die der Beziehung zu Gott.

Für Christinnen und Christen ist die Erfahrung und Erkenntnis, dass sich Gott in Jesus, dem Christus, in einzigartiger Form geoffenbart hat, Grundlage ihres Lebens. Die Erkenntnis, dass Gott allen Menschen in Jesus Christus Erlösung und Überwindung der menschlichen ‚Fragmentarität‘ schenken will (man kann hier auch ‚Sünde‘ sagen – die Fragemtarität bzw. Sündhaftigkeit ist ja auch heute noch das Grundleiden der Menschen, auch wenn Viele dies so nicht sehen oder formulieren würden).

Und die Erkenntnis, dass diese Offenbarung für alle Menschen gilt, egal welchen kulturellen (oder religiösen) Hintergrunds. Christlicher Glaube ist eben nicht eine religiöse Form; er ist auch nicht Humanismus; er ist die ‚personenhafte Beziehung‘ zu Gott, deren Weg nach biblischer Aussage nur mit und durch Jesus Christus geschieht (Johannes 14,6).

Dies muss immer „Zeugnis“ von Christinnen und Christen sein, klar und unzweideutig. In jedem Dialog mit Menschen, die diese Erkenntnis (noch) nicht haben. Natürlich in Wort UND Tat, Beides gehört untrennbar zusammen.
Menschen, die die durch christliches Tun konkretisierte Liebe Gottes erfahren, sollen aber auch wissen, dass diese Liebe ein Abbild und Ausfluss der Liebe ist, die Gott in Jesus Christus und seinem stellvertretenden Tod am Kreuz schenkt.

„Mission“ ist nun in der Tat ein Wort, das heute – auf Grund unbestreitbarer schlimmer Entwicklungen in der Geschichte des Christentums – missverständlich sein kann. Auch der Begriff „Missionsbefehl“ kann heute so wohl nicht mehr gebraucht werden. Ich bevorzuge für das, was Jesus seinen Nachfolgern laut Matthäus 28, 18-20, aufträgt, den Ausdruck „Missionsauftrag“. Im Sinne der Formulierung Sören Kierkegaards, der Mission als „Aufmerksam machen auf den Glauben“ definiert.

Wenn Jesus Christus seine Nachfolger im Missionsauftrag aufruft, die Menschen aller Völker zu seinen Jüngern zu machen (und zu taufen), dann ist dies eben etwas Anderes, als sie als „Schüler“ zu sehen und anzunehmen, wie das Positionspapier es sagt. Die Botschaft Jesu ist keine Philosophie, sondern, wie schon gesagt, Weg zu einer ‚personenhaften Beziehung‘ mit Gott.
Daher muss es Wunsch und Ziel von Christinnen und Christen sein, dass Andere, auch Muslime, Jesus Christus als ihren Heiland und Erlöser erkennen und annehmen. Und dies nennt man jedenfalls in traditioneller Begrifflichkeit „Bekehrung“.

Ob man dieses unabdingbare „Aufmerksam Machen auf den Glauben“ als „strategische Mission“ bezeichnet, ist sicherlich eine Frage der Definition. Ich würde es so sicherlich nicht formulieren. Wer den Missionsauftrag ernst nimmt, sieht die Menschen, denen gegenüber er oder sie diesen Auftrag erfüllt, eben nicht als „Objekte“ von Mission, sondern als von Gott geliebte Menschen, denen er diese Liebe weitergibt und nahebringt.
Das gilt auch für die Flüchtlinge, die in diesen Zeiten in grosser Zahl nach Deutschland und Westeuropa kommen. Christinnen und Christen haben die Aufgabe, ihnen durch Taten der Nächstenliebe zu helfen. Gott sei Dank geschieht das in starken Maße. Zu dieser Liebe den Flüchtlingen gegenüber gehört aber auch, sie auf Jesus Christus, den Heiland der Welt, aufmerksam zu machen.

Michael Voss, Präses Evangelische Allianz Niederrhein-Ruhr-Südems

März 18, 2016 at 9:45 pm 1 Kommentar

Regionale Allianz-Werkstatt 2013 der Evangelischen Allianz Niederrhein-Ruhr-Südems

Am Samstag, den 27. April 2013,
FCSchuleDdffand in der Freien Christlichen Schule in Düsseldorf-Reisholz die vierte Regionale Allianz-Werkstatt der Evangelischen Allianz Niederrhein-Ruhr-SüdEms statt.
Das Thema der diesjährigen Werkstatt lautete:

Gottes weltweites Reich in Deutschland

Teilnehmer aus 20 der 76 Orts-Allianzen der Region waren gekommen – Menschen, die ihre Wurzeln nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern, in Afrika, Asien und Amerika haben.

 In seinem Eröffnungswort wies der Präses der Evangelischen Allianz Niederrhein-Ruhr-Südems, Michael Voss (Wuppertal), darauf hin, dass die gesamte Welt und damit auch alle Menschen Gott gehören und von ihm geliebt werden. Daher sind Unterschiede, wie Menschen sie oft machen, etwa nach Nationalität oder Kultur, bei Gott bedeutungslos. Zwar hat Gott jeden Menschen ganz individuell und mit besonderen Eigenschaften und Gaben geschaffen, und auch den grossen kulturellen Reichtum auf der Erde, dies darf nach Gottes Willen aber keinenfalls zu Abgrenzungen führen.
In unserer Zeit ist der ganze Reichtum dieser Welt, was Menschen und Kulturen anbetrifft, in Deutschland versammelt. Das Hiersein von Menschen aus fast allen Ländern bereichert das Leben. Dies gilt auch für die Formen des christlichen Glaubens in der konsequenten Nachfolge Jesu Christi bei Menschen aus anderen Teilen der Erde.
Aber auch das Kommen von Personen aus nichtchristlichen Traditionen oder anderen Religionen sollen Christen als Geschenk sehen – bietet es doch die Gelegenheit, diesen sozusagen “vor der Haustür” die gute Botschaft zu sagen und damit zum Aufbau von “Gottes weltweitem Reich in Deutschland” beizutragen.

MarkusSchaeferMarkus Schaefer (Düsseldorf), Landespfarrer der Evangelischen Kirche im Rheinland für Gemeinden anderer Sprachen und Herkunft, betonte, dass Gott Kirche dadurch bereichernd verändert, dass er Christen und Gemeinden aus verschiedenen Kulturen zusammenführt. Wenn deutsche Gemeinden sich mit solchen anderer Sprache und Herkunft verbinden, profitieren beide Seiten davon. Dabei kann es keinenfalls darum gehen, dass deutsche Gemeinden denjenigen aus anderen Kulturen ihre Formen aufdrücken, sondern auf Augenhöhe gegenseitig neue Impulse zu geben. So kann man gemeinsam Kirche sein, und geistliches Wachstum kann geschehen.
Grundlage muss immer Jesus Christus sein, dessen Wunsch es ist, dass alle Christen eins seien (Johannes 17,21) als viele Glieder an den einem Leib. Ähnlich formuliert es auch der Weltkirchenrat:  “Berufen zur Einheit in dem einen Herrn Christus”.
Als Landespfarrer der Evangelischen Kirche im Rheinland für Gemeinden anderer Sprachen und Herkunft führt Schäfer ein

Verzeichnis aller internationalen Gemeinden im Rheinland

IKKSchaefer berichtete vom
Internationalen Kirchenkonvent (IKK),
der regelmässig Treffen anbietet, die die Zusammenarbeit von deutschen Gemeinden und Gemeinden anderer Sprachen und Herkunft fördert. So gibt es Fortbildungsangebote (etwa den KiKK-Kurs), Fachtagungen und Sprachkurse. Auch Empfehlungsbriefe für Seelsorger in Krankenhäusern und Gefängnissen sowie für Bewerber in kirchlichen Einrichtungen, die aus nichtdeutschen Gemeinden kommen, werden ausgestellt, ebenso wie entsprechende Schreiben für Ausländerbehörden und Visa-Abteilungen. Auch bei der oft schwierigen Raumsuche für nicht-deutsche Gemeinden bietet der IKK Hilfe an.
Eine Vision Schaefers ist, dass in jeder Stadt eine “Kirche der Völker” entsteht,   in der Gemeinden und Menschen verschiedener kultureller und ethnischer Herkunft zusammenkommen und gemeinsam Gott dienen.
An der Arbeit des IKK interessierte deutsche und nicht-deutsche Gemeinden und Personen jeder Domination können sich melden bei Markus Schaefer, Evangelische Kirche im Rheinland, Landeskirchenamt Abteilung III, Hans-Böckler-Strasse 7, 40476 Düsseldorf, Telefon: 0211-4562394, Email: Markus.Schaefer@ekir-lka.de .

2411 Horst Pietzsch (Herten), Referent des Arbeitskreis für Migration und Integration (AMIN) der Deutschen Evangelischen Allianz, stellte ein neues AMIN-Heft mit dem Titel “Habt die Fremden lieb ?! – Gebet und Praxis” vor, das bei der Deutschen Evangelischen Allianz in Bad Blankenburg bestellt werden kann. Da jeder Mensch das Anrecht auf die christliche Botschaft hat, sollen deutsche und nichtdeutsche Christen in diesem Land gemeinsam ihre Gaben einbringen, um die zahlreichen nicht christusgläubigen Menschen zu erreichen. AMIN führt entsprechende Kongresse durch, Näheres ist auf der Homepage von AMIN oder bei Horst Pietzsch zu erfahren (Horst Pietzsch, Mühlenstrasse 73, 45701 Herten, Telefon: 02366-9305257, Handy: 01577-929-8238, www.amin-deutschland.de).
AMIN arbeitet passioniert, beziehungs- und praxisorientiert und will mit seinem Tun Gott ehren. Die Liebe Gottes zu allen Menschen und sein Wille, das Jeder das Heil in Jesus Christus erfährt, ist die Grundlage des Handelns von AMIN.
Pietzsch wies darauf hin, dass etwa Muslime durchaus Kontakte mit Christen wünschen. Dabei sollte man in Kontakten mit Nichtchristen nicht aggressiv oder gar überheblich sein, sondern versuchen, diesen Menschen in christlicher Liebe zu begegnen, Freundschaften zu schliessen und so Jesus in Wort und Tat vorstellen. Ebenso wichtig freilich ist, keine “Kompromisse” in Glaubenswahrheiten einzugehen, sondern klar und eindeutig das Evangelium zu verkündigen und zu ihm in allen Punkten zu stehen.
Inzwischen haben etliche Muslime in Deutschland zum Glauben gefunden. Pietzsch bat darum, für diese Menschen, für die noch nicht Glaubenden und für die Arbeit von AMIN zu beten.

RichardAidooRichard Aidoo (Düsseldorf), Mitglied des Hauptvorstandes der Deutschen Evangelischen Allianz und Pastor der New Life Church (Düsseldorf), in der sich Menschen aus 41 Nationalitäten versammeln und jeden Sonntag sechs Gottesdienste in verschiedenen Sprachen stattfinden, sprach zu den Teilnehmern der Regionalen Allianz-Werkstatt von seiner Vision, dass es überall in Deutschland (wieder) volle Kirchen gebe. Aidoo sagte, dies sei ein Gebetsanliegen von ihn, getragen von der Liebe zu Deutschland und die hier lebenden Menschen. “Mein Haus soll ein Bethaus sein für alle Völker” – für die Erfüllung dieser Aufforderung Jesu (aus Markus 11) zu wirken, ist der Auftrag der Christen.
Dazu ist es notwendig, offen und herzlich auf Menschen zuzugehen und bei jeder passenden Gelegenheit das Gespräch zu suchen, um auf ungezwungene Weise ins Gespräch über Gott zu kommen. Etwa im Zug oder anderen öffentlichen Verkehrsmitteln, wo man, anstatt aus dem Fenster zu starren, Mitreisende in freundlicher Form auf etwas ansprechen könne und von da aus auf den Glauben zu kommen.
Eine besondere Bedeutung kommt dem Gebet zu. Wenn Christen für andere Menschen beten, werden sie auf eine geistliche Weise eins mit ihnen. Würden alle Christen für eine Erweckung in Deutschland beten, ist Aidoo überzeugt, würde es diese geben.
Christen in Deutschland haben nach Aidoos Beobachtung oft Angst, etwa vor einer “Islamisierung”. Diese Angst kann aber davon ablenken, das zu tun, was Gott will, nämlich zu anderen, speziell auch zu Muslimen, freundlich zu sein und so etwas von Gottes Menschenliebe zu zeigen.

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Während der Regionalen Allianz-Werkstatt traten zweimal “Mimi’s Angels” auf, eine Gruppe junger Frauen (und ein junger Mann) aus der afrikanischen Gemeinde
International Blessed Ministry” (Wuppertal), die die Teilnehmer mit Gospelmusik erfreute.

Die Veranstaltung endete mit einer Gebetsgemeinschaft und Dank an die Freie Christliche Schule Düsseldorf als Gastgeber und ihre Mitarbeiter (Hausmeister und Küche), die einen reibungslosen Ablauf der Allianz-Werkstatt mit ihren grossen Einsatz erst möglich machten.

Dezember 1, 2012 at 9:45 pm Hinterlasse einen Kommentar

Bericht von der Regionalen Allianz-Werkstatt der Evangelischen Allianz Niederrhein-Ruhr-Südems am 5. März 2011 in Düsseldorf

Am 5. März 2011 fand in der Freien Christlichen Schule in Düsseldorf-Reisholz die zweite „Regionale Allianz-Werkstatt“ der Evangelischen Allianz Niederrhein-Ruhr-Südems statt. Die Region umfasst ein Gebiet zwischen Bonn im Süden, Aachen im Westen, Iserlohn im Osten und Meppen im Norden. Rund 80 Teilnehmer aus 23 Orts-Allianzen waren nach Düsseldorf gekommen.

In der Eröffnungsrede zur Allianz-Werkstatt, die unter dem Thema „Gesamtheitliche Mission“ stand, wies der Präses der Evangelischen Allianz Niederrhein-Ruhr-Südems, Michael Voss (Wuppertal), darauf hin, daß die Bibel selbst den eindeutigen Auftrag gibt, die gute Botschaft sowohl im Wort als auch durch die Tat weiterzugeben. Menschen leben in der Dunkelheit dieser Welt und fliehen oft zu Irrlichtern, die bald wieder verlöschen und keinen wirklichen Lebenssinn geben können. Christen können auf den, der von sich selbst sagt, daß er das Licht der Welt ist, aufmerksam machen, indem sie ihren Glauben bekennen und durch ein sich den irdischen Nöten der Menschen zuwendendes Leben diesen Glauben sichtbar machen.

Alexander Garth, Pastor der „Jungen Kirche Berlin“, der das Hauptreferat hielt, berichtete von seiner Arbeit in einem Stadtteil Berlins, in dem nur wenige Menschen einer Kirche angehören oder Bezug zum christlichen Glauben haben. Durch offene Gottesdienstformen und eine Arbeit, die den Menschen, so wie er oder sie ist, in den Mittelpunkt stellt, gelingt es, auch bei ehemaligen Atheisten,Interesse für Jesus Christus zu wecken. Jeder ist bei den Gottesdiensten und Veranstaltungen sowie bei der Mitarbeit willkommen, auch Menschen, die noch keine Glaubensentscheidung getroffen haben. Die in Gemeinden oft übliche Reihenfolge „Behave – Believe – Belong“ wird in der Jungen Kirche Berlin umgekehrt. Durch das Erleben von Anerkanntsein und Zugehörigkeitsgefühl kann Glaube entstehen und dann zu einem „Paradigmenwechsel“ und Änderung des Lebensstils führen.

Garth wies darauf hin, daß die meisten Menschen durch persönliche Beziehungen zu Christen zum Glauben finden. Daher ist es Aufgabe von Christen, glaubwürdig zu leben, damit Fernstehende Interesse an dieser Art zu leben entwickeln.

Wichtig ist, Nicht-Glaubende nicht als „Bekehrungsobjekt“ zu sehen, sondern sich für sie als Menschen und für ihr Leben zu interessieren. Bei gemeinsamen Freizeitaktivitäten kann Christsein, ohne moralisierend zu wirken, glaubhaft gelebt werden, auf diese Weise ergeben sich oft Möglichkeiten zum Gespräch über Gott.

Daher sollen Christen sprachfähig sein, um Suchenden über ihren Glauben und über das, was ihnen daran wichtig ist, Auskunft geben zu können. Dies muß in einer undogmatischen Sprache geschehen, die „säkulare“ Menschen verstehen.

Menschen beginnen sich aus drei Gründen für Gott den Glauben zu interessieren: auf Grund der Jeden innerlich bewegenden Frage nach dem Sinn des Lebens; durch das vorgelebte Zeugnis von Christen; und durch ein vom Heiligen Geist gewirktes „persönliches Pfingsten“.

Als gute (Einstiegs)-Frage gegenüber (noch) nicht-glaubenden Menschen empfiehlt Garth: „Was glaubst Du, was ich glaube?“. So können auch Klischees und falsche Vorstellungen über das Leben als Christ erkannt und geklärt werden.

Die Erlebnis-Orientierung unserer Zeit bringt verstärkt mit sich, so Garth, daß Menschen fühlen und spüren wollen, was ihr Leben – oder das Leben Anderer – ausmacht. Daher ist es wichtig, daß nicht-glaubende Menschen ganz praktisch spüren und erleben, daß Gott bei und unter Christen lebendig ist.

Am Nachmittag stellen sich sechs Initiativen aus der Region vor, die auf verschiedene Weise in ganzheitlicher Form ihren Glauben leben und weitergeben:

Café Knicklicht: http://www.cafe-knicklicht.de/

Treffpunkt Leben: http://treffpunkt-leben.com/

Gefährdetenhilfe Scheideweg: http://www.gefaehrdetenhilfe.de/

Vohwinkler Kindertafel: http://www.kinder-tafel-vohwinkel.de/

Christliche Lebensgemeinschaft Bonn / Rhein-Sieg: http://www.christliche-lebensgemeinschaft.de/

Kinder-Evangelisationsbewegung: http://www.keb-de.org/
http://www.keb-ruhrgebiet.de/
http://www.chris-sorgentelefon.de/

Zum Abschluss der Regionalen Allianz-Werkstatt sprach Wilfried Roskamp (Remscheid) zu dem Thema „Wie finden wir als Gemeinde unser diakonisches Projekt – Projektentwicklung in der Gemeinde“.

Durch Gebet wird ein neuer Blick auf das Umfeld und die Ort bestehenden Situationen ermöglicht, die Wahrnehmung ändert sich durch Gottes Einfluß. Oft geschieht bereits viel „Diakonie im Kleinen“, nicht selten durch „Einzelkämpfer“. Solche Aktivitäten können Anstoß zu einem von einer Gemeinde in Gebet und Tat unterstütztem Projekt sein.

Durch Wahrnehmung des Umfelds ist eine Situationsanalyse möglich, die klärt, wo Menschen praktischer, von der Liebe Gottes getriebener Hilfe bedürfen. Die Gemeinde legt sich auf Grund dieser Analyse unter Gebet auf eine Zielgruppe und eine Idee missionarisch-diakonischen Handelns fest. Ein Arbeitskreis kann  Informationen sammeln, Bedingungen klären und ein Konzept erstellen, das in den verschiedenen Gemeindegremien besprochen wird. Die Gemeinde gibt dann die Beauftragung für ein Projekt, Mitarbeiter (auch neue, die hierdurch Interesse an Gemeinde und Glauben gewinnen) werden gefunden. Nach einer Testphase, etwa nach einem Jahr, findet eine Auswertung statt. Es gilt darauf zu hören, ob Gott ein „Ja“ oder ein „Nein“ zu diesem Projekt gibt.

Regional-Werkstätten der Evangelischen Allianz Niederrhein-Ruhr-Südems sollen künftig jährlich im Frühjahr stattfinden.

Januar 8, 2011 at 11:47 pm Hinterlasse einen Kommentar


Evangelische Allianz Wuppertal

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